#Responsiblepartners: Blåkläder Workwear GmbH

Ein Familienunternehmen, das in der Bekleidungsindustrie auf Nachhaltigkeit und Qualität setzt und soziales und ökonomisches Engagement lebt. In Zusammenarbeit mit der Fairmittlerei wird die Lebensdauer und Nutzung von Auslaufartikeln verlängert.

Die Reihe #Responsiblepartners gibt euch spannende Einblicke hinter die Kulissen der Fairmittlerei und beantwortet die Frage, welche Unternehmen Produkte an die Fairmittlerei spenden und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten. In diesem Beitrag geht es um die Kooperation mit unserem Unternehmenspartner BlåkläderWorkwear, der als Textilproduzent Nachhaltigkeit fest in ihrer Produktion- und Wertschöpfungskette verankert hat.

Die Fairmittlerei: Herr Wiesinger, wie sind Sie auf die Fairmittlerei gekommen, wie ist die Zusammenarbeit mit der Fairmittlerei eigentlich entstanden?

Helmuth Wiesinger: Ich kenne Michael Reiter-Coban von seiner früheren beruflichen Tätigkeit und wir sind auf LinkedIn vernetzt. Dort habe ich auch seinen Werdegang verfolgt und den Aufbau der Fairmittlerei mitbekommen.
Ich habe ihn dann kontaktiert und angefragt, ob Bedarf an den Produkten von Blakläder Workwear besteht, die wir als Auslaufprodukte bezeichnen.

FM: Welche Überlegungen gab es Ihrerseits bzgl. der Kooperation mit der Fairmittlerei?

HW: Grundsätzlich finde ich das Konzept der Fairmittlerei sehr spannend. Nicht nur der Ansatz bedürftigen Menschen helfen zu können und die NGO`s bei ihrer beispielhaften Arbeit zu unterstützen, sondern auch die Möglichkeit unsere nicht mehr verwertbaren Produkte einer weiteren und somit längeren Nutzung zuführen zu können.

FM: Können Sie sich noch an Ihre erste Spende an die Fairmittlerei erinnern?

HW: Die erste Spende, war, soweit ich mich erinnere, eine größere Menge an nicht mehr verkaufbaren Auslaufartikeln, die wir bei uns lagernd hatten. Winterjacken, Sweater, Arbeitshosen und vieles mehr. Alles komplett neue, ungebrauchte Artikel.

FM: Gibt es Ihrerseits auch andere Bemühungen, um einen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen voranzutreiben?

HW: Definitiv, in unserem Familienunternehmen wird Nachhaltigkeit nicht nur als einer unserer 4 Unternehmenssäulen angesehen, sondern auch wirklich gelebt. Dies ist auch sehr offen und transparent in unserem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht nachzulesen.
Als einer der wenigen Bekleidungsproduzenten, die auch wirklich selbst produzieren und die komplette Wertschöpfungskette in eigenen Händen haben, ist es unser Bestreben, so wenig Produkte wie möglich zu verkaufen und auf den Markt zu bringen. Klingt komisch, ist es aber nicht. Die Produkte, die Blakläder produziert sind qualitativ hochwertig und haben eine lange Lebensdauer. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass für die Produktion einer simplen Jeanshose ca. 7000 Liter Wasser benötigt werden, dann gibt es nichts Nachhaltigeres, als so wenig wie möglich davon zu produzieren und sie so langlebig wie möglich zu machen, oder? Darüber hinaus erzeugen wir bereits über 50 % unseres Energieverbrauchs unserer Produktionsstätten über Solar-Module selbst und bereiten das Abwasser jedes Standortes selbst auf. 70 % unserer Kartons für den Transport werden bereits wieder verwertet.

FM: Das ist eine wirklich beeindruckende Einstellung, sind noch weitere Nachhaltigkeitsprojekte geplant?

HW: Es sind definitiv noch viele weitere Bemühungen geplant und auch notwendig! Ein Wunschdenken wäre Circular Production in der Produktion von Arbeitskleidung, dies ist jedoch eine große Herausforderung, da die Bekleidung im Arbeitsprozess unterschiedlichen Stoffen ausgesetzt ist und somit nie wirklich sicher ist, wie kontaminiert die Bekleidung ist.

FM: Was würden Sie sich von der Fairmittlerei zukünftig wünschen?

HW: Dass sie mit ihrem Konzept und Engagement genauso weiter macht wie bis jetzt!

FM: Mit Blick in die Zukunft: Was müsste Ihrer Ansicht nach passieren, damit sich ein nachhaltigerer Umgang mit Ressourcen in der Gesamtgesellschaft durchsetzen könnte?

HW: Diese Frage möchte ich gerne aus persönlicher Sicht beantworten. Ich denke, dass sich unser Konsumverhalten grundlegend ändern muss. Qualität vor Quantität, reparieren statt entsorgen. Es beginnt bereits ein Umdenken, jedoch werden wir das nur schaffen, wenn wir diese Einstellung an unsere Kinder weitergeben.

Es ist das außerordentliche Engagement und die Unterstützung von Partnern wie Blåkläder Workwear, die es der Fairmittlerei ermöglichen, österreichische NGOs mit dringend benötigten Non-Food Produkten zu unterstützen und so das Abfallvolumen zu reduzieren und zur Ressourcenschonung beizutragen. Wir freuen uns mit Blåkläder Workwear einen Partner zu haben, bei dem Nachhaltigkeit im Unternehmen nicht nur großgeschrieben, sondern auch gelebt wird und möchten uns wir die gute Zusammenarbeit bedanken.

Auch Ihr wollt Überschussware spenden und so zur Ressourcenschonung beitragen und gleichzeitig etwas Gutes tun? Ein kurzes Email an office@diefairmittlerei.at genügt und wir klären den Bedarf bei NGOs, organisieren den Transport, kümmern uns um die Lagerung und bieten die Ware über unseren Online Shop den NGOs an. Nähere Informationen findet ihr hier.

Für weitere Informationen über die Fairmittlerei sowie Tipps rund um das Thema Nachhaltigkeit folgt uns auf Instagram, Facebook oder LinkedIn.

Redaktion

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